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Standortvergleich

Zypern oder Portugal: Non-Dom gegen NHR im Vergleich

Aktualisiert: März 2026 · Lesezeit: 9 Minuten

Portugal war mit seinem Non-Habitual-Resident-Programm (NHR) jahrelang einer der beliebtesten Steuerstandorte für Zuwanderer aus dem deutschsprachigen Raum. Doch das Programm wurde 2024 grundlegend reformiert und durch ein deutlich eingeschränkteres Modell ersetzt. Wie steht Zyperns Non-Dom-Status im Vergleich zum neuen portugiesischen Regime?

Portugals NHR – was hat sich geändert?

Das ursprüngliche NHR-Programm bot für zehn Jahre einen Pauschalsteuersatz von 20 Prozent auf bestimmte inländische Einkünfte und Steuerfreiheit auf viele ausländische Einkommensarten. Dieses Programm wurde zum 1. Januar 2024 für Neuzugänge geschlossen. An seine Stelle trat ein neues Regime mit deutlich enger gefasstem Anwendungsbereich: Es richtet sich primär an Forscher und hoch qualifizierte Fachkräfte in bestimmten Berufsfeldern. Dividenden und Zinseinkünfte aus ausländischen Quellen werden unter dem neuen Regime nicht mehr begünstigt.

Steuervergleich

KriteriumZypern Non-DomPortugal (neues Regime)
SDC/Sondersteuer auf Dividenden0 %28 % (Standardsatz)
Steuer auf Zinsen0 % SDC28 %
Wertpapiergewinne0 %28 %
Mindestaufenthalt60 Tage183 Tage
Dauer17 Jahre (+10)10 Jahre (eingeschränkt)
Körperschaftsteuer15 %21 %
Kastell von Paphos bei dramatischem Abendrot

Aufenthaltsanforderungen und Lebensqualität

Portugal verlangt 183 Tage Aufenthalt für die steuerliche Ansässigkeit – dreimal mehr als Zyperns 60-Tage-Regel. Beide Länder bieten hervorragendes Klima, EU-Mitgliedschaft und eine internationale Expat-Community. Portugal hat den Vorteil einer größeren kulturellen Vielfalt und einer etablierten deutschen Expat-Szene an der Algarve. Zypern punktet mit niedrigeren Lebenshaltungskosten und der Nähe zum Nahen Osten.

Fazit

Seit der Abschaffung des klassischen NHR-Programms hat Portugal für Investoren und Unternehmer mit passiven Einkünften erheblich an Attraktivität verloren. Zyperns Non-Dom-Status bietet in nahezu allen steuerlichen Dimensionen bessere Konditionen: niedrigere Steuerbelastung auf Dividenden und Zinsen, kürzere Mindestaufenthaltsdauer, niedrigere Körperschaftsteuer und ein umfangreicheres DBA-Netzwerk. Für Personen, die primär von Dividenden, Zinsen oder Wertpapiergewinnen leben, ist Zypern der klar überlegene Standort.

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Zypern oder Portugal: Entscheidungshilfe für Ihren Fall

Zypern oder Portugal: Die Entscheidung hängt letztlich von Ihrer individuellen Situation ab. Faktoren wie Einkommensstruktur, Familienstand, Branche und persönliche Präferenzen spielen eine wesentliche Rolle. Wer primär von Dividenden und Zinsen lebt, profitiert vom zypriotischen Non-Dom-Status in nahezu jedem Vergleich. Wer hauptsächlich Arbeitseinkommen bezieht, muss die Steuertarife beider Länder detailliert vergleichen.

Bei der Frage Zypern oder Portugal ist auch die Infrastruktur und Erreichbarkeit relevant. Zypern bietet mit zwei internationalen Flughäfen gute Anbindung an Europa, ist aber geographisch weiter östlich gelegen als viele Alternativen. Die Reisezeit nach Frankfurt beträgt rund vier Stunden, nach London drei Stunden. Für Unternehmer mit häufigen Geschäftsterminen in Mitteleuropa kann das ein relevanter Faktor sein.

Viele CMC-Mandanten, die Zypern oder Portugal abgewogen haben, entscheiden sich letztlich für Zypern aufgrund der Kombination aus steuerlicher Effizienz, EU-Mitgliedschaft, englischsprachiger Verwaltung und angenehmer Lebensqualität. Die 60-Tage-Regel verschafft zusätzliche Flexibilität, die kaum ein anderes EU-Land bietet. Für eine fundierte Entscheidung empfehlen wir eine individuelle Modellrechnung, die wir gerne für Sie erstellen.

Ein abschließender Aspekt bei Zypern oder Portugal: die langfristige Perspektive. Steuerregime können sich ändern – Portugals NHR wurde abgeschafft, das britische Non-Dom-System reformiert. Zyperns Non-Dom-Status besteht seit Jahrzehnten und wurde 2026 sogar gestärkt. Diese Stabilität ist ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor für Unternehmer, die langfristig planen.

Praxistipp

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Segelboot in der Larnaca Marina bei Sonnenuntergang

Häufige Fragen zu Zypern oder Portugal

Wie lange dauert der Prozess bei Zypern oder Portugal?

Welche Kosten entstehen bei Zypern oder Portugal?

Brauche ich einen Berater für Zypern oder Portugal?

Ist Zypern oder Portugal auch für Österreicher und Schweizer relevant?

Ja, Zypern oder Portugal betrifft nicht nur deutsche, sondern auch österreichische und Schweizer Staatsbürger. Die Voraussetzungen sind identisch – EU-Bürger benötigen den Yellow Slip, Nicht-EU-Bürger ein entsprechendes Visum oder die Permanent Residence. Die steuerlichen Vorteile gelten unabhängig von der Nationalität. Österreich hat ähnliche Doppelbesteuerungsabkommen mit Zypern wie Deutschland. Für Schweizer gelten mangels EU-Mitgliedschaft gesonderte Regelungen bei der Aufenthaltsgenehmigung, die steuerlichen Vorteile auf Zypern sind jedoch identisch.

Schiffswrack EDRO III bei Paphos im Sonnenuntergang

Individuelle Standortanalyse von CMC

Die Frage Zypern oder Portugal lässt sich nicht pauschal beantworten – entscheidend sind Ihre Einkommensstruktur, Ihre familiäre Situation und Ihre langfristigen Ziele. CMC erstellt für jeden Mandanten eine individuelle Standortanalyse, die die steuerliche Belastung an verschiedenen Standorten gegenüberstellt. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die Steuersätze, sondern auch Lebenshaltungskosten, Erreichbarkeit, Infrastruktur und Rechtssicherheit.

Über 800 Mandanten haben sich nach einer CMC-Analyse für Zypern entschieden. Wenn Sie die Frage Zypern oder Portugal für Ihre persönliche Situation klären möchten, laden wir Sie zu einem kostenfreien Erstgespräch ein – hier Termin buchen.

Zypern oder Portugal: Zusammenfassung und Ausblick

Das Thema Zypern oder Portugal gehört zu den zentralen Aspekten einer steuerlich optimierten Ansiedlung auf Zypern. Die Kombination aus dem Non-Dom-Status, der niedrigen Körperschaftsteuer von 15 Prozent und der 60-Tage-Regel macht Zypern zum attraktivsten Standort in der Europäischen Union für Unternehmer, Investoren und Privatiers aus dem deutschsprachigen Raum. CMC hat seit 2010 über 800 Mandanten bei genau diesem Schritt begleitet – mit einer Erfolgsquote von 100 Prozent bei der Non-Dom-Beantragung.

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